Bei den endemischen Völkern Lateinamerikas ist das Kauen von Kokablättern seit 5000 Jahren beliebt und tief in der Tradition verankert. Nach Artikel 49 der UN-Drogenkonvention ist Koka-Kauen strafbar, der kontrollierte Anbau der Pflanze legal. Die Konvention war 1976 für Bolivien mit einer 25-jährigen Übergangsfrist eingeführt worden, somit trat das Verbot 2001 in Kraft. 
Pablo Solon ist Botschafter des Landes bei der UN. Er setzt sich bei den Vereinten Nationen dafür ein, dass die jahrtausendalte Tradition beibehalten werden kann und betont dabei, dass er nicht für eine Freigabe von Kokain ist. UN-Mitgliedsstaaten wie zum Beispiel Ägypten, Somalia und Kolumbien konnte er bereits für die Idee gewinnen. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Schweden sind gegen die Legalisierung des Kauens von Kokablättern. 
Aus den Kokablättern wird die stark abhängig machende Droge Kokain gewonnen. In den Anden gelten die Blätter als Genuss- und Heilmittel und werden beispielsweise gegen die Höhenkrankheit eingesetzt.